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von Slave Sport-Bondage

FI_SportbondageMeine Vorliebe oder auf Neudeutsch mein „Fetisch“ nach Bondage ist wohl bereits in meiner Kindheit entstanden. Das Verlangen von einem Top „fachgerecht“ verschnürt zu werden, wehrlos und ausgeliefert sein hat mich schon immer fasziniert. Die Geschichte und die Entwicklung des Bondage ziehen sich wie ein roter Faden durch mein Leben.

Meine ersten Bondageerlebnisse gehen auf das Alter von 9 Jahren zurück. Wir waren zu viert, mein damaliger bester Freund Michael, sein um zwei Jahre älterer Bruder Dominik und dessen bester Kumpel. Wir haben uns gegenseitig mit Seilen und einer Pyjamahose – ja, klingt witzig, war aber tatsächlich so – auf einen Stuhl gefesselt. Mensch wie ich das genossen habe. Etwa ein Jahr später wurde ich von einem anderen Schulfreund gefesselt, draussen im Garten. Es war extrem geil und ich hätte mir gewünscht, dass er mich nie mehr losbindet. Okay, seine Fesselung war nicht besonders gut, eigentlich recht lose. Doch ich genoss die paar Minuten als ich da gefesselt auf der Sonneliege lag, im Schatten eines Baumes und verträumt durch die Baumkrone zum Himmel schaute. So verträumt, unschuldig und harmlos wie es wohl nur Jungs in diesem Alter können.

Damals konnte ich diese Gefühle nicht einordnen, als Vorpubertierender konnte ich auch nicht wirklich eine Verbindung zur Sexualität herstellen. Unweigerlich kamen die Pubertät und auch die feuchten Träume. Wo andere von nackten Mädels träumen drehten sich mein nächtlichen Illusionen natürlich von Jungs und vor allem vom gefesselt werden. In den Fängen einer Bande von Halbwüchsigen gefangen gehalten und „gefoltert“ zu werden, ja, das lies meine Geilheit ins unermessliche steigern. Bereits mit zehn, elf fesselte ich mich regelmässig selber und es gehörte fast zum allabendlichen Ritual, dass ich mich im Bett fesselte und so dann einschlief und die Nacht gefesselt verbrachte. Auch als Teenanger führte ich diese Praxis weiter und „erfand“ immer speziellere und festere Selbstfesselungen!

Natürlich kamen dann auch die ersten realen Erfahrungen mit Jungs und bald darauf auch meine ersten Bondage und SM Sessions. Wobei bei mir Bondage immer zuoberst auf der Wunschliste stand und auch immer noch steht.

Inzwischen lebe ich in einer festen Beziehung mit meinem Schatz Andy (www.sneakerbondage.net), den ich über alles Liebe! Es verwundert wohl niemanden, dass Andy ein SMler und vor allem ein Bondage-Top ist!

Okay, so weit meine Geschichte wie sich Bondage bei mir entwickelt hat. Aber WAS macht es nun aus, WORIN steckt die Faszination darin gefesselt zu werden?

Als mich MasterMarc gebeten hat, diesen Essay über Bondage zu schreiben musste ich nicht zwei Mal überlegen und habe sofort zugesagt. Aber jetzt stellt es sich doch schwieriger heraus als gedacht meine Gefühlt zu beschreiben.

Es ist erstens schon affengeil für mich die „Bondage-Werkzeuge“ zu sehen. Das heisst die Seile, Handschellen und Ketten. Ich bevorzuge allerdings Seile, aber auch „nur simple Handschellen“ können sehr effektiv sein. Als nächsten Schritt liebe ich aber die „Blindheit“, das heisst eine Leder- oder Gummimaske über den Kopf gezogen oder zumindest die Augen verbunden zu bekommen. Gerade in einer Beziehung ist dieser Schritt wichtig, dass musste ich zumindest feststellen. Sobald ich die Maske aufgesetzt habe bin ich mehr ein Sklave und die Beziehung rückt in den Hintergrund. So kann ich mich vielmehr gehen lassen, kann meinen Kopf leeren und bin zu vielen bereit. Manchmal liege ich nur spärlich bekleidet oder nackt ausgestreckt vor meinen Freund; nur mit einer Maske über meinem Haupt. Ich bin noch ungefesselt, mein Schatz streichelt mich mit einem Seilende, fährt damit über meine Füsse, die Beine, die Unterschenkel, über den Bauch bis hoch zu den Nippeln, spielt damit. Ich zittere vor Lust, Anspannung und Vorfreude was als nächstes geschieht. Nach diesem äussert erotischen und antörnenden Vorspiel muss ich mich dann auf den Bauch drehen. Er packt meine Hände und schnürt sie auf dem Rücken zusammen. Unweigerlich verliere ich ein Stück Kontrolle über mich. Ich kann zwar meine Beine noch bewegen, doch nicht mehr lange, Schritt für Schritt werde ich meiner Bewegungsfreiheit beraubt bis ich mich schlussendlich hogtied wieder finde.

Genau das macht für mich die Faszination aus! Ich bin wehrlos, ausgeliefert und hilflos! Vollends muss ich mich in die Hände meines Partners geben! Er bestimmt nun über mich. Dies ist ein grosser Vertrauensbeweis gegenseitig. Wenn mein Schatz Lust hast, dann „drangsaliert“ er mich, sei es mit seinen blossen Händen oder vielfältigen Sexspielzeug. Das Spektrum kann von zart bis hart gehen, SM bietet ja eine riesige Palette an Variationen.

Aber vielfach genügt mir schon das reine gefesselt sein, einfach so da liegen und es geniessen. Meine Lieblingsposition ist übrigens hogtied, mein persönlicher Rekord liegt bei gut 3 ½ Stunden. Aufgestellt bei einem Bondagekurs als „Überraschung“ für die Kursteilnehmer die mich dann am Kursende nichts ahnend und Bauklötze staunend unter einer Kartonschachtel herauspellen sahen.

Bondage ist für mich nicht „nur“ ein Teil von SM, sondern beinhaltet viel mehr. Schlussendlich denke ich sind es ganz uralte Sehnsüchte in uns Menschen. Die Suche nach Geborgenheit, Sicherheit und Unbekümmertheit. Die Unbekümmertheit, die wir noch als Kinder hatten. Frei von Zwängen, Ängsten, Regeln und Verboten. Bei Bondage kann ich abschalten und mich – wenn es auch nur für kurze Zeit ist – wieder in ein Kind verwandeln. In das Kind, das als 9jähriger zum ersten Mal mit Bondage in Berührung kam. Mich geborgen und sicher in den Händen meines Tops fühlen! Loslassen, den Alltag, die Arbeit und alles hinter mir lassen! Vollends glücklich und zufrieden!

Ist es nicht das, wonach wir alle insgeheim suchen?

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