Schwarzer Panther

1981 | 185 cm | 87 kg

Berlin (GER)

Guten Morgen liebe Leser. Heute rede ich mit nem Kinkster der sich normalerweise lieber in den Schatten aufhält. Zumindest machen das seine Namenskollegen so. Schwarzer Panther, erzähl doch mal ein wenig von dir. Wie kamst du dazu, mehr als nur typisches Vanillazeug ausprobieren zu wollen?

Das ist schon sehr lange her so im Alter von 15 Jahren entwickelte sich ein Hang zu glänzenden enganliegenden Kleidungsstücken. Alles noch bevor ich mir bewusst wurde das ich Schwul bin. Das Internet half natürlich dabei dieses Bedürfnis zumindest auf Bildern zu stillen. Richtig einordnen konnte ich das damals jedoch noch nicht. Die Bilder faszinierten mich einfach.

In den nächsten Jahren entwickelte sich dann eher meine Homosexualität als der Fetisch. Ich begann dann aber schnell einen Hang zu Fesselspielen zu entwickeln. Erst mit meinem Auszug aus dem Elternhaus nahm dann alles Fahrt auf. Ich lernte in dieser Zeit auch meinen Lebensgefährten kennen, mit dem ich auch heute noch zusammen bin.

Erst verrutschte immer die Augenbinde aus einem Tischtuch, darum musste eine Maske her und so kam eines zum anderen. Eines Tages überraschte ich ihn dann in meinem ersten Rubber Ganzanzug. Das war für ihn erstmal etwas zu viel. Aber wir entschieden schnell das eine offene Beziehung für uns die beste Lösung ist. Ich traf mich also mit anderen Kinkstern und machte meine ersten tieferen Erfahrungen mit Rubber, Bondage, Estim usw.. Zu diesem Zeitpunkt war es um mich geschehen.

Mit der Zeit bekam mein Freund dann doch Interesse an dem was ich mit anderen trieb und wir probierten vieles gemeinsam aus. Er ist nicht wie ich auf Rubber fixiert hat aber Kinky Sex für sich entdeckt.

Seit dieser Zeit wächst der Bestand an Rubber und allen möglichen Toys stetig an.

Seit einigen Jahren können wir uns den Luxus eines eigenen Spielzimmers leisten, was das ausleben unserer Vorlieben natürlich sehr vereinfacht.

Ja, der eigene Playroom lässt einen oftmals eher in den Kopfzustand hineinkommen. Und Du sagst du bist sehr fixiert auf Rubber. Was genau fasziniert dich daran?

Wie mein Nick schon erahnen lässt mag ich vor allem schwarzes Rubber. Es hat einfach den tiefsten Glanz und nimmt dadurch viel der Individualität eines Körpers. Ein bisschen Farbe ist aber auch ok. Ich mag es, wenn das Rubber möglichst Hauteng und Glatt auf der Haut liegt. Der Moment beim Anziehen, wenn das Material noch kalt ist treibt mir oft eine Gänsehaut auf den Rücken. Die wird aber schnell durch das wohlige Gefühl der warmen weichen und engen zweiten Haut abgelöst.

Es fühlt sich einfach gut und richtig an das Material auf der Haut zu spüren. Auch der Geruch spielt eine große Rolle. So liebe ich den leicht süßlichen Geruch und den Laden meines Lieblings Rubber Schneider zu betreten. Insbesondere stehe ich selbst als Sub und für den Sub auf Masken, seien es Gasmasken oder verschiedene Rubber Masken, sie komplettieren einfach den Look, löschen einen Großteil der Individualität aus und meist machen Sie den Sub blind.

Als Top ist für mich das Tragen einer Maske nicht unbedingt wichtig. Im Gegensatz zu vielen anderen, ändert das Anziehen des Materials nicht meine Person. Ich mag es einfach unheimlich. Gern gehe ich auch einfach mal mit Rubber unter meiner Kleidung ins Kino oder zum Einkaufen. Auch ein entspannter Nachmittag in Rubber, ganz ohne Sex hat für mich seinen Reiz.

Wie wichtig ist dir dieses Material wenn du mit andern spielst? Ist es mittlerweile ein “Muss” für dich?

Wenn mich jemand fragt was er zum Date anziehen soll, gibt es von mir nur eine Antwort „the more the better“. Ich mag es am liebsten, wenn an mir und meinem Gegenüber keinerlei Haut oder Persönlichkeit mehr sichtbar ist. Also ja Rubber ist für mich beim Sex sehr wichtig. Ich selbst trage beim Sex eigentlich immer Rubber, mal mehr mal weniger. Bei Dates außerhalb der Beziehung ist Rubber ein muss.

Wenn ich denn sehr selten mal das Bedürfnis nach fetisch freiem Sex habe bekomme ich das von meinem Freund. Ich habe noch eine kleine Schwäche für kleinere schlanke Twinks mit ein bisschen Muskeln, das ist so ziemlich die einzige Ausnahme bei der ich mal auf Rubber bei meinem Gegenüber zumindest als Bekleidung verzichte. Die Maske gehört natürlich trotzdem dazu. 😉

Wenn du spielst, was bemerkst du oftmals das du gerne spielmässig kombinierst und tust/ endest zu tun? Oder probierst du immer zu variieren und etwas neues zu machen?

Das ist unterschiedlich mit meinem Freund endet es meist mit Fisting und ass play. Das ist einfach sein Ding, Bondage, Estim usw. sind einfach nicht so seine Welt. Wenn ich Dates habe, bin ich meist der aktive Part und dort variiere ich sehr stark und versuche immer wieder neues zu probieren oder verschiedene Dinge zu kombinieren.


Dabei lasse ich mich gern von anderem Inspirieren oder versuche einfach eigene Ideen zu verwirklichen. Dabei reizt es mich zu sehen wie das bei meinem Gegenüber ankommt. Ein bisschen ist es natürlich der Versuch immer wieder einen drauf zu setzen. Gerade wenn man wiederholt mit den gleichen Leuten spielt soll ja auch eine gewisse Entwicklung eintreten.

Dabei setzte ich meist gern auf Toys die für diesen Einsatzzweck gedacht sind. Für Seile bin ich einfach nicht kreativ genug. Da finde ich Spanngurte oder eben Fesseln, Geschirre und Möbel viel praktischer.

Was, würdest du sagen, gibt es dir, deine Fetische auszuleben? Fühlst du dich zufriedener, wenn du es kannst und tust?

Eine gute Session ist für mich definitiv ein absoluter Ausgleich zum Alltag. Es ist eine Art Kurzurlaub von der Realität. Während einer Session kann ich meist von allem drum herum abschalten und mich nur auf diese eine Sache konzentrieren.

Meine Stimmung in dem darauffolgenden Tagen ist meist deutlich besser. Anders herum gibt es manchmal leider auch das Gegenteil und man fällt nach einem wirklich tollen Erlebnis in ein tiefes Loch und möchte gar nicht mehr zurück in den Alltag.

Wenn ich mein Rubber einfach nur so trage genieße ich einfach das Gefühl des Materials auf meiner Haut und entspanne mich einfach.

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